Über mich

Für diejenigen, die wissen wollen, wer hinter dieser Seite steckt, habe ich hier mal die wichtigsten Informationen zusammengefasst:

Bildplättchen "Mitarbeiter des Monats" aus dem Spiel Eselsbrücke

Name: Florian Krug

Ort: Berlin

Alter: schon seit einiger Zeit volljährig

 

Berufserfahrung:

- langjährige Tätigkeit als freiberuflicher DaF-Lehrer und Übersetzer in Potsdam, Berlin und Kiev (Ukraine)

- Leitung eines Trainee-Programms zur Weiter-

bildung von Agrarnachwuchsfachkräften aus Osteuropa und Zentralasien in Deutschland

Ausbildung:

Magisterstudium Slavistik, Geschichtswissenschaft mit Schwerpunkt Neue Geschichte, Politikwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache an der Universität Potsdam

 

Fremdsprachenkenntnisse:

- Schöngeistige Literatur im Original lesen kann ich auf: Russisch, Englisch

- Im Alltag komme ich ganz gut zurecht auf: Polnisch, Ukrainisch

- Einen Kaffee bestellen, nach dem Weg fragen (und die Antwort verstehen) und manchmal sogar schon einen Wortwitz machen kann ich auf: Französisch, Tschechisch, Italienisch, Japanisch ...

 

Persönliches:

Büchermensch, begeisterter Jongleur, Genießer geselliger Spieleabende, Bildungsreisender, Kaffeejunkie ...

Lehrphilosophie

Ich habe diese Seite „Aktiv mit Deutsch“ genannt, weil ich irgendwann keine Lust mehr zum Überlegen hatte und weil das Ganze auch ganz gut passt. Sprich: Es drückt meinen Ansatz zum Unterrichten von Deutsch als Fremdsprache und meine eigene Einstellung zu Sprachen und zum Sprachenlernen am besten aus.

 

Mir selbst macht es Spaß, neue Sprachen zu lernen, nicht zuletzt deshalb, weil ich Sprache als System sehr interessant finde. Grammatik ist eine faszinierende Struktur, weil sie widerspiegelt, wie wir Menschen denken, wie wir unsere Welt wahrnehmen und ordnen.

 

Aber trotzdem gibt es, abgesehen von meiner Muttersprache Deutsch, bisher nur zwei Sprachen, bei denen ich spontan sagen würde, dass sie mir wichtig sind: Russisch und Polnisch. Okay, und mit gewissen Einschränkungen Englisch. Also drei Sprachen. „Wichtig“ bedeutet hier, dass sie Teil meines Lebens sind und dass es mir immer ein besonderes Anliegen ist, sie zu pflegen, zu erweitern oder zumindest auf dem aktuellen Stand zu halten.

 

Englisch war für mich lange Zeit nur ein "Werkzeug", um mit unterschiedlichsten Menschen zu kommunizieren, bis ich diverse amerikanische Serien und ihren spezifischen Humor für mich entdeckt habe.

 

Die beiden anderen Sprachen habe ich sehr spät gelernt: Mein erstes russisches Wort habe ich mit 20 Jahren gesprochen, mein erstes polnisches mit 23. (Die Aussprache war in beiden Fällen grauenvoll.) Aber der Punkt ist, dass ich beide Sprachen gelernt habe, indem ich längere Zeit im entsprechenden Sprachraum gelebt und gearbeitet habe, dort herumgereist bin, nette Menschen getroffen habe, Freundschaften geknüpft habe, die bis heute halten, bereichernde Erfahrungen gemacht habe... sprich: Ich war AKTIV. Und „aktiv“ bezieht sich nicht aufs Sprachenlernen, sondern auf alles, was drum herum passierte. Das Sprachenlernen war nur ein „Nebenprodukt“.

 

Und genau diese Erfahrungen gebe ich in meinem Unterricht weiter. Ich versuche, aus den Leuten herauszukitzeln, was ihnen wichtig ist, um dann Unterrichtsformate zu finden, die zwar möglichst auf Deutsch oder eben „MIT DEUTSCH“ stattfinden, in denen aber die Sprache nur quasi nebenbei mitläuft. Das kann ein Spiel sein, das die Teilnehmer/innen die Welt um sich herum für eine Zeit vergessen lässt, ein anregendes Gespräch, ein gemeinsamer Museums- oder Konzertbesuch, eine Sportveranstaltung...

 

Dieser Ansatz ist natürlich erstens nicht sonderlich innovativ, aber es ist eben meiner, und zweitens hat er natürlich auch seine Grenzen. Es gibt Grammatik, die man sich bewusst ansehen, verstehen und lernen muss. Lernen diesmal im Sinne von „Büffeln“. Auch das kann die Lehrkraft manchmal noch irgendwie auflockern, aber oft eben auch nicht, und dann muss man als Lerner/-in da durch. Ich selbst lerne gerade Japanisch und bin genau in dieser Phase.